Videoblog zu Israel

Hintergrundinformationen liefert der ARD-Korrespondent Richard Schneider in dem Videoblog Zwischen Mittelmeer und Jordan. In den Reportagen werden Themen zu Menschen und Land Themen behandelt. Anders als in der Kürze von Tagesschau und Tagesthemen ist mehr Zeit die Menschen auch mal auch mal ausreden zu lassen.

Emotional Diskussions

When I read articles about Israel, the most interesting is always the comment section.
Also in this case, but the story about the laptop shot at Ben Gurion Airport is quite funny anyway.
I was lucky, my macbook is still alive ;)

Bei den Siedlern

Auf dem Weg vom See Genezareth in den Süden fährt man auf der Autostrasse 90 durch das Jordantal. Ich bin diese Strecke inzwischen mehrfach getrampt und da es sich um die Territorries - also die im Sechs Tage Krieg 1967 besetzten Gebiete - handelt, gibt es dabei immer wieder spannende Erlebnisse. Als Tramper kommt man in den Territorries immer sehr schnell voran, da auch viele der jüdischen Siedler per Anhalter unterwegs sind. Die Bereitschaft Tramper mitzunehmen ist – wie eigentlich in allen ländlichen Gebieten Israels - sehr hoch.

Siedler sind zu meist sehr religiös und zum größten Teil der orthodoxen Glaubensinterpretation anhängig. Mit einer solchen Siedlerfamilie – oder nur einem kleinen Teil davon, denn sie haben im Durchschnitt mehr als vier Kinder – bin ich nun in einem kleinen, halb auseinander fallenden Seat in den Süden getrampt. Es wurde viel gesungen und reichlich religiöse Musik gehört. Der amerikanische Familienvater war – wie es sich in diesen Kreisen scheinbar gehört - mit einer Pistole bewaffnet. Aber daran ist man ja schon lange gewöhnt. Was mich mehr schockiert hat war, dass der 19-jährige Sohn eines Amerikaners kaum ein Wort Englisch über die Lippen brachte. Schon die Frage „How old are you?“ ließ er sich von seinem Vater übersetzen. Ich habe mich nicht getraut zu fragen… aber ich hoffe mal ein wenig, dass er eine echte Lernschwäche hat. Auch wenn in Israel für viele Immigranten das Hebräische erst einmal wichtiger ist, finde ich es schon ein wenig traurig, wenn die Muttersprache nicht an die Kinder weitergegeben wird.

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Bus Stop Shelter in Sderot

Bus Stop Shelter

Sderot liegt in „the South“ – was nicht unbedingt das Gleiche bedeutet, wie im Süden von Israel. Dort gibt es nämlich, von einigen kleinen Siedlungen abgesehen, außer Wüste und dem Ferienort Elat so ziemlich gar nichts. Auf der geistigen Landkarte der urbanen Israelis jedenfalls liegt Sderot ziemlich weit ab vom Schuss. Oder auch mitten drinnen: nur wenige Kilometer von der Grenze zu Gaza entfernt.

In den letzten acht Jahren – das heißt seit April 2001 – landeten hier wahrscheinlich die meisten selbstgebastelten Katjuscha-Raketen der Hamas. Es liegt auf halbem Weg zwischen Gaza und der Farm des Ex-Staatschefs Ariel Sharon – einem attraktiven Ziel für die Raketenschützen.

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Es geht los …

Am Sonntag den 1. März 2009 geht es los. Doch vor dem Sonntag kommt der Shabat. Und an diesem geht in Israel abseits der großen Städte gar nichts: die öffentlichen Bahnen und Busse stehen still. Nur Monisharout – meist von Arabern gefahrene, leuchtend gelbe Kleinbusse und Taxis sind unterwegs. Nur in Tel Aviv steht das Leben nicht still. Hier wird, wie in den meisten westlichen Großstädten, gefeiert und getanzt und es gibt 24h-Shops und Kiosks.

Walkaboutlove

Schon im letzten Jahr habe ich festgestellt, dass trampen am Shabat auch nicht empfehlenswert ist. Gläubige Juden bewegen ihr Auto gar nicht, arabische Autos sind zum einen oft schon bis zum Bersten gefüllt und nehmen sowieso eher selten Tramper mit – es könnten ja Juden sein.

Der Walkaboutlove startete am Sonntag früh. Da ich mich nicht schon am Freitag Vormittag nach Eilat aufmachen wollte, fuhr ich Samstag Nacht mit einem der ersten Busse von Tel Aviv in den Süden. Die Fahrt geht über Jerusalem und dann längs der jordanischen Grenze durch die Wüste in den Süden. In der Nacht zu fahren ist ein bisschen doof, weil man von der wundervollen Landschaft ent- lang des Toten Meers nichts sieht. Da ich die Strecke aber schon einige male gefahren bin, war das nicht so schlimm. Nur mit dem Schlafen hat es dann nicht mehr so ganz geklappt.

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Israel 2009

Nach dem für mich und meine Familie doch recht unglücklichen letzten Jahr 2008 bin ich endlich wieder auf Reisen.

Ankunft in Tel Aviv

Zunächst hat es mich mal wieder nach Israel verschlagen. Ich möchte an einer Art Friedensmarsch - einem Walkabout teilnehmen. Zur Zeit weiß ich nur, was von der Walkaboutlove-Pressegruppe auf walkaboutlove.org veröffentlicht wurde.

Es soll vom südlichsten Punkt Israels - Elat an der Grenze zum Sinai - in drei Monaten in Richtung Norden gehen. Wir werden auf dem Israelischen Nationalwanderweg (Shivil Israel) durch Wüsten und Berge wandern. Am Meer entlang laufen und bei zahlreichen Veranstaltungen Musik machen, hören, alternative Projekte besuchen.

Die ersten Tage bin ich bei Phillipp in Tel Aviv. Leider ist das Wetter gerade noch gar nicht so sonnig und warm, wie ich mir gewünscht hätte. Stattdessen gibt es Regen und Sturm. Aber bald geht es los in die Wüste. Ich bin gespannt…

Totes Meer 2007

Gerade entdeckt: Johann hat von unserer gemeinsamen Reise 2007/2008 auch einige Fotos online gestellt.

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Shoppen in Israel

Ich glaube mit Jacqueline würd ich nicht weit kommen in diesem Land. Es gibt viele hübsche Klamottenläden …

Laden in Jaffo Street, Jerusalem
Laden in Tel Aviv

Eine eher arabisch konservative Auswahl aus Jerusalems Altstadt
Auf dem arabischen Markt in der Altstadt von Jerusalem

Paradigmenwechsel in Nahost

Eine sehr interessante Sendereihe aus einer meiner liebsten Sendungen im Deutschlandradio - Essay und Diskurs. Eher etwas für Theoretiker. In mehreren Interviews wird die jüngere Geschichte Israels dargestellt und über Entwicklungen in der Israelischen Gesellschaft gesprochen.

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The journey of the three Queens and the three Kings

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Nach dem „Global Unity Festival“ blieb ich noch einen Tag in der Wüste – ein bisschen ausruhen und ein wenig beim Abbau helfen. Eine Party, die mit viel Liebe dekoriert wird, braucht auch viele helfende Hände beim Aufräumen. Für mich war es eine gute Lösung, konnte ich doch noch eine erholsame Nacht in einem der vielen Beduinenzelte verbringen, die den Festivalplatz umgaben und die Menschen kennen lernen, die das Ganze geplant hatten.

Anschließend ging es per Auto mit ein paar weiteren Übriggebliebenen ans Schwarze Meer. Gerade unterhalb des Police-Checkpoints mit den vielen Schildern, wo man nicht hin darf, ist nämlich so ein kleiner versteckter Hippie-Treff. Ein Haufen heißer Quellen, süß und salzig, Schlammbäder, für die andere Touristen ein heiden Geld ausgeben. Eine Rainbow-like Food-Kitchen versorgte die anwesenden ca. 30 Menschen mit leckerem Essen und gutem heißen Tee. Alles in allem ein Ort an dem man ein paar schöne Tage verbringen kann, wenn man auf die Errungenschaften unserer Zivilisation verzichten kann.

Doch schon am zweiten Abend haben sich meine nicht vorhandenen Pläne ein bisschen geändert. Eine Reise nach Bethlehem war in Planung. Und mit einem Haufen lustiger Hippies nach Bethlehem zu fahren schien mir interessanter, als am toten Meer zu versalzen.

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Global Unity Festival

Weitblick

Nachdem ich einige Tage in Jerusalem mit Philipp bei Assav und seiner Freundin Talya verbracht hatte, war es an der Zeit mal ein paar Tage los zu ziehen und das Land zu erkunden. Ich erfuhr von dem „Global Unity Festival“, aber keiner wollte mit mir hingehen. Zum einen sind Phillips Freunde mitten im Studium und Arbeit nicht so unternehmungslustig und zum zweiten stand u.a. Reggae mit auf dem Programm, was irgendwie so eine Art Ausschlusskriterium zu sein scheint. Also hab ich mich mal per Bus und Bahn auf in die Wüste gemacht –

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Eine gute Reise

Ich bin ja eher so ein spontaner Reisetyp. Ich glaube, dass man ohne allzu feste Pläne immer viel mehr über die Menschen in einem Land erfährt, als wenn man seine Reise schon Tag für Tag durchplant - außerdem plane ich einfach nicht gerne.

Thorsten beim Weblog scheiben

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Der erste Termin

Jetzt bin ich noch nicht mal losgefahren und verplane schon wieder meine Zeit :)

Gerade entdeckt: HaPzura ist ein Event das sich mit experimentellen Sounds auseinandesrsetzt. Das ganze findet scheinbar nicht nur in Tel Aviv statt, sondern auch in Jerusalem und Holon.


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